Mittwoch, 4. November 2015

Konsumauszeit im November

Das Apfelmädchen und Sadfsh rufen zur Konsumauszeit im November auf und ich habe spontan beschlossen, mitzumachen. Eigentlich ist wahlloser Konsum kein Thema bei mir. Trotzdem möchte ich mich diesen Monat beobachten und bewusst erleben, wie sich zurzeit mein Kaufverhalten so äußert.

Das sind die Regeln:
  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen!
  • Ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten.
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht).
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.

Zukünftig möchte ich nun an jedem Dienstag im November ein kurzes Update verfassen, in dem ich die vergangenen Tage resümiere. Ich bin sehr gespannt, welches Fazit ich am Ende ziehen werde.


Tage 1 - 4

Konsum
- Lebensmittel
- Pizzadienst
- Kino

Schon ein wenig merkwürdig, dass einer meiner seltenen Kinobesuche tatsächlich in die Konsumauszeit fällt.  Doch "Crimson Peak" war sehr schön und Zeit mit Freunden zu verbringen, ist immer wertvoll. Das Gleiche gilt für die Pizza: Am 12-Stunden-Comictag mit netten Menschen auf dem Fußboden einer Agenturküche in einem alten Fabrikgebäude Pizza zu essen, war mir das Geld auf alle Fälle wert. Glücklicherweise sind Lebensmittel und Aktivitäten auch noch regelkonform, daher hake ich die ersten vier Tage als "erfolgreich bestanden" ab.

Kommentare:

  1. Lustiger Zufall, das hab ich mir für den November auch vorgenommen, allerdings nenne ich es "Fasten" und beziehe es nicht nur auf Konsum, sondern auch auf Social Media und ungesundes Essen. Ob ich mich da 2-3 Mal nicht dran halte, ist mir eher egal, Hauptsache es war am Ende weniger.

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    1. Eine gute Idee! Auf Social Media und ungesundes Essen sollte man vermutlich viel eher mal verzichten, aber das Erste gehört ein wenig mit zum Job und das Zweite ist eine Wissenschaft für sich. Werde ich aber auch einmal angehen müssen! :-)

      Ich werde die Konsumauszeit auch nicht so streng nehmen, sondern einfach nur bewusster konsumieren. Ein bisschen dieses "sofort haben wollen"-Gefühl beobachten und es auf nächsten Monat verschieben. Und wer weiß: Die meisten Kaufimpulse sind nach kurzer Zeit vermutlich eh wieder verschwunden. :-)

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    2. Das war auch meine Idee heute. Statt was bei Amazon zu kaufen, einfach auf die Wunschliste und einen Monat warten, ob man es dann auch noch möchte oder braucht. Ich widerstehe seit einiger Zeit erfolgreich dem Drang, "Lego Dimensions" zu kaufen. Ich will es unbedingt, aber ich hab noch andere Spiele, also kann das warten. Und gerade verkaufe ich einige alte Spiele, man könnte auch als Punkt aufnehmen: wenn man altes verkauft, darf man von dem Geld was neues kaufen :)
      Social Media gehört auch bei mir zum Job, aber man kann sich ja dennoch einschränken. Nur 1x die Stunde checken, nach "Feierabend" gar nicht mehr usw. Ich seh das alles nicht so streng und erlaube mir Ausnahmen. Man "fastet" ja meistens, weil man eigentlich nur ein bisschen weniger möchte, und weil der Mensch das schlecht kann - weniger rauchen, weniger trinken, weniger kaufen, weniger Social Media - sagt man meistens: "einfach gar nicht mehr". So extrem muss es ja nicht sein.

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    3. Aber manchmal erkennt man ja erst durch einen kompletten Verzicht, wie schwer die "Sucht" schon ist. Ob überhaupt eine da ist und ob man auch sehr gut ohne auskäme. Es geht ja vor allem um Selbsterkenntnis. Und dabei muss ja nicht mal ein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt werden. Auch Kleinigkeiten können ja helfen. Und ein paar kleine "Alltagsherausforderungen" machen ja auch Spaß. :-)

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  2. Ein sehr interessantes und lobenswertes Vorhaben! :)
    Selbst wenn man nicht eine komplette Auszeit schafft, ist es trotzdem super, sich seines Kaufverhaltens bewusst(er) zu werden. Ich versuche das auch meistens - klappt mal gut und dann wieder weniger ;)

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    1. Ich glaube, solange man nicht zu Extremen neigt, ist es auch nicht so schlimm, wenn man nicht jeden kleinen Einkauf dauernd hinterfragt. "Sollte ich wirklich zwei Tüten Äpfel kaufen oder ist das schon überflüssige Lagerhaltung und zeugt von Messie-Verhalten?" Solange man zufrieden ist, ist ja meist auch alles in Ordnung. :-)

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  3. Finde ich super, dass du dich noch spontan angeschlosen hast! Solche Projekte finde ich immer klasse. Ich glaube, bei mir würde sich das nicht lohnen, ich kaufe sowieso kaum etwas. Aber ein Konsumtagebuch finde ich sehr sinnvoll. Danke für die Idee!

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    1. Bei mir lohnt es sich auch nicht wirklich, weil ich mich schon seit längerem mit dem Thema befasse und daher keine wirklich neuen Erkenntnisse erwarte. Trotzdem macht es Spaß, solche Projekte mit anderen zusammen zu machen. :-D

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  4. Hallo Maja,
    ich finde solche Projekte immer interessant und verstörend zugleich. Also auf der einen Seite natürlich lobenswert aber mich wundert es doch sehr das es nicht selbstverständlich ist sich bei jedem Kauf zu fragen ob man es wirklich braucht. Beängstigend wieviele Menschen berichten das sie ihr Kaufverhalten nicht mehr aktiv unter Kontrolle haben.
    Das Projekt sollte nicht auf einen Monat begrenzt sein sondern ein guter Vorsatz für das ganze Leben sein.
    Mein größtes Problem ist eigentlich das man nur wenig Hinweise darauf findet ob ein Produkt langlebig oder einfach nur überteuert ist.

    Gruß Susan

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    1. Absolut ist das verstörend! Wir leben in einem Konsumzeitalter, in dem uns suggeriert wird, dass wir ununterbrochen konsumieren müssen. Für die Wirtschaft, für den Lifestyle, für uns selbst. Es ist Alltag.
      Ich glaube jedoch, dass gerade die Menschen, die an diesem Projekt teilnehmen, sich schon vorher mit diesem Thema beschäftigt haben und in dieser Hinsicht gar nicht so "gefährdet" sind. Diese "Konsumauszeit" ist auch eher ein festgesteckter Zeitraum, indem die Leute ihre Erfahrungen teilen bzw. veröffentlichen. Ich glaube nicht, dass die meisten ihren Konsum nur für diesen Zeitraum zurückschrauben und anschließend wieder in den Shopping-Wahn verfallen. :-)

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