Dienstag, 17. Februar 2015

Die Fastenzeit-Herausforderung


Letztes Jahr habe ich mich davor gedrückt, dieses Jahr möchte ich es wieder ernster nehmen: die Fastenzeit. Aus einer vollkommen unreligiösen Motivation heraus habe ich mich vor einigen Jahren dazu entschlossen, während der Zeit zwischen Karneval und Ostern auf Süßigkeiten zu verzichten. Für mich bedeutet das wahrhaft Verzicht, denn ich LIEBE Süßigkeiten. Die gefürchtete Zuckersucht. Ich gehöre außerdem zu den Menschen, die keine angebrochene Packung in Ruhe lassen können. Ist das Siegel gebrochen, muss... nein, WILL es gegessen werden! Das ist nicht gut oder gar gesund. Für mich bedeutet die Fastenzeit jedoch auch eine gewisse Ruhe, denn ich muss keinen inneren Kampf mit mir austragen, ob ich jetzt doch noch loslaufe, um mir eine Packung XY zu kaufen. Die Antwort lautet in dieser Zeit einfach: Nein. Gleichzeitig ist der Verzicht zeitlich begrenzt, sodass mich das Vorhaben nicht demotiviert. Am Ende bewirkt der kleine Zuckerentzug auf alle Fälle immer, dass das Bedürfniss nach Süßem ein wenig nachlässt.

Zwar möchte ich mit meiner kleinen Fastenkur auch ein paar Groschen und Kilos einsparen, jedoch soll es nicht als Diät missverstanden werden. Es ist eine Herausforderung! Eine Fastenzeit-Challenge! Und um meine Motivation zu steigern, möchte ich bei jedem "bewussten Verzicht" einen Euro in mein Sparschwein werfen. Am Ende der Zeit kann ich mir dann damit etwas finanzieren, was viel schöner ist als ein doofer Schokoriegel. Comics oder so. Oder eine Reise nach Japan. ("Wie oft willst du 'verzichten', du Vielfrass!" - "Klappe halten!")

Soweit die Spielregeln! Morgen geht es los und ich habe bereits keine Süßigkeiten mehr im Haus. Werdet ihr auch fasten? Und wenn ja, was und aus welchen Gründen?

Kommentare:

  1. Wir haben letztes Jahr "Fernsehen" gefastet.
    Bei unseren Jobs ist den ganzen Tag Trubel um einen rum. Sich dann abends vor den Fernseher zu werfen und sich den totalen Quatsch reinzuziehen, ist dann oft das einzige, zu dem man sich in der Lage fühlt.
    In diesem Jahr haben wir da auch schon vor ein paar Wochen drüber nachgedacht, nur um dann zu merken, dass es zwar super war, die Fastenzeit einfach Energie in etwas anderes zu investieren, als bloß rumzuschlappen, aber auf's ganze Jahr und alles was danach kam, hat es sich eigentlich nicht ausgewirkt. Also haben wir dieses mal einfach früher angefangen ... Der Fernseher läuft also gar nicht mehr zur Berieselung, sondern wird nur gezielt eingeschaltet und uns geht es damit besser.

    Jetzt schafft man einfach auch andere Dinge.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es ist verrückt, wie viel Zeit man mit schlechtem Fernsehen verschwenden kann. Dabei ist man davon meist nicht einmal unterhalten. Man tötet nur die Zeit ab zwischen dem Nach-Hause-kommen und dem Schlafen gehen. Und wenn es euch jetzt schon besser geht, war es wohl eine sehr gute Entscheidung, damit sogar schon früher anzufangen bzw. es einfach beizubehalten. Außerdem hast du so mehr Zeit für deine beiden Mädels. Win-Win! ;-)

      Löschen
    2. Das klingt gruselig und bösartig: Man tötet Zeit. D:
      Aber es ist leider so wahr ... Wir sind alle die grauen Herren.

      Löschen
    3. Ja, das stimmt. :-/ Und es erinnert mich daran, dass ich "Momo" noch mal lesen wollte!

      Löschen
  2. Generell habe ich noch nie gefastet. Und ob ich es dieses Jahr durchziehe, bezweifle ich. Zumindest habe ich mir vorgenommen, überhaupt die nächste Zeit auf Süßigkeiten zu verzichten, da ich in der Prüfungsphase damit ganz schön übertrieben habe (klar, brauchte ja Nervennahrung) und...naja, man sieht es mir an. (^__^')

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das kenne ich. In stressigen Zeiten kommt bei mir auch der Belohnungstrieb hoch. Dann hoffe ich, dass wir beide die "gesunde Phase" gut überstehen. Dir auch viel Erfolg! ;-)

      Löschen
  3. Fernsehen gucke ich nicht (bis auf Netflix-Zeugs, aber das stört mich nicht, weil man da aktiv was aussucht und schaut und sich nicht berieseln lässt) und Süßes esse ich kaum. Was ich ganz dringend brauche, wäre Social Media/Internet-Fasten. Aber beruflich und wegen meiner Blogsachen und so kann ich da auch nicht 1,5 Monate komplett drauf verzichten. :/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das wäre nach dem Süßkram auch meine schlimmste Baustelle. :-/ Wie wäre es denn, wenn man sich bestimmte Zeiten setzt und ab 20 Uhr und am Wochenende einfach mal den Rechner/ das Handy ausstellt?

      Löschen
    2. Was auch ganz gut hilft: Sich ein bestimmtes Kontingent zugestehen.
      Das mit dem Fernsehen, ziehen wir jetzt 4 von 7 Tagen durch und die anderen 3 gucken wir meist ausgewählt.
      Beim Internetfasten könnte man sich angucken, wieviel Zeit man damit verbringt und wenn man 4-5 Stunden am Tag davor hängt, kann man ja mit 2 Stunden mal gucken, wie es läuft?!

      Nur mal so als Impuls. ;)

      Löschen
    3. Das ist eine gute Idee. Ich hab schon vor einiger Zeit viele sinnlose Apps gelöscht (foursquare und so Kram) und hab auch letztens Twitter von meinem Handy verbannt. Da ich meinen Privatrechner auf der Arbeit nutze, kann ich mich austricksen, indem ich den einfach im Büro lasse und Abends nicht mit heim nehme. Der Anfang ist definitiv getan, ich muss es nur mal durchziehen. Am schlimmsten ist es immer, wenn ich schreiben möchte, das mache ich meist am Notebook und dann ist die Versuchung groß. Am besten kann ich das doch auf Papier, aber abtippen muss ich es dann am Ende doch.

      Löschen
    4. @David: Es muss ja nicht perfekt sein. Wünsche dir aber viel Erfolg bei deinem Vorhaben! :-)

      Löschen
  4. Verzichten auf Süßigkeiten könnte ich nicht. Da hast du meine volle Bewunderung. Wobei ich auch nicht der Typ bin, alle angebrochenen Packungen sofort aufzuessen. Ich kann mir Schokolade super einteilen. Aber wie der langjährige Alkoholiker muss ich halt einfach konstant den Pegel halten... ;)

    Ich versuche diesjahr auf Fleisch zu fasten. Ist für haufenweise Vegetarier auch überhaupt kein Ding und ich selber bin ja schon lange umgeben von so einem diffusen "ja, sollte man weniger essen, schon klar", aber kompletter Verzicht fällt mir dann doch erstaunlich schwer. Ich hoffe mal, in sieben Wochen wird vegetarische Ernährung ein bisschen unkomplizierter und selbstverständlicher für mich...

    Ich drück uns beiden die Daumen! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich "faste" schon seit ein paar Jahren Fleisch und kann dir versichern, dass es nicht so schwierig ist. :-) Gerade die vegetarische Ernährung hat sich mittlerweile so in den Alltag eingegliedert, dass man in Supermärkten, Restaurants, etc. hervorragend versorgt wird. Ich finds toll, dass du es ausprobieren willst! :-D

      Löschen
  5. Das ist ja mal ein guter Vorsatz :) Süßes ist ja eh nicht so gesund. Ich esse an sich relativ wenig Süßkram. Meist selbstgebackene Muffins oder so. Aber so ganz verzichten .. würde ich auch nicht wollen.

    Ich wünsche dir viel Spaß! Es wird bestimmt eine aufregende Herausforderung, aber man wächst ja an eben solchen. Ich glaube auch, dass man sich daran gewöhnt weniger bzw. gar nichts Süßes zu essen. Dein Körper dankts dir bestimmt mehr, als eine 0er-Diät :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hoffentlich werde ich nicht zukünftig ganz darauf verzichten wollen. Aber wenn es mehr "Genuß" und weniger "Belohnungsfuttern" oder "Stressfuttern" würde, wäre ich schon froh. :-D

      Löschen
  6. Oohja, ich möchte auch Süßigkeiten fasten, weil das bei mir in letzter Zeit total Überhand genommen hat. Also total TOTAL! Ich esse fast täglich Süßes, und meistens genieße ich das nichtmal mehr sondern ich esse es um es zu essen... das muss aufhören und ich habe mir auch die Fastenzeit als Challenge gesetzt. Ich drück uns die Daumen ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, genau so geht es mir auch manchmal! Ich hoffe, wir bekommen uns in den nächsten Wochen ein wenig "umprogrammiert", damit wir die Leckereien wieder mehr genießen können. :-D

      Löschen
  7. Du sprichst mir so aus der Seele. Ich mümel auch jede Süßigkeit einfach auf. Eigentlich wollte ich wegen der anstehenden Prüfung mir Nervennahrung eingestehen, aber der Gedanke den Zuckerwahn zu reduzieren gefällt mir. Darum mag ich mich dir anschließen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann lass es uns gemeinsam angehen! :-) Man kann die Nervennahrung für Prüfungsphasen ja auch durch andere Dinge ersetzen, die man mag. Trauben find ich z.B. ganz toll, weil sie auch schön süß sind. Meistens ist es ja auch nur die Handlung des Essens, die uns beruhigt.

      Löschen
  8. Guten Morgen,

    das ist ein guter Vorsatz und ich wünsche dir viel Glück beim durchhalten ;)
    Ich faste komplett industiell hergestellten Zucker. Bedeutet, dass ich alles frisch kochen muss, keine Wurst auf dem Brot und viele andere Sachen fallen genauso weg.
    Ich mache das jetzt zum dritten Mal und ich mache das, genauso wie du, als Herausforderung. Manchmal denke ich mir, wenn ich nichtmal gegen mein eigenes Verlangen ankomme, wie soll ich mich dann bei anderen durchsetzen? Deswegen finde ich das ganz gut.
    Natürlich ist das schön, wenn da ein paar Kilos purzeln ;)

    Liebe Grüße,
    Yunika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, sich selbst zu beweisen, dass man ein für sich selbst gestecktes Ziel schaffen kann, ist schon ein schönes Gefühl. :-) Egal, ob es Verzicht auf Fernsehen, Fleisch, Süßkram oder sonstwas ist. Es ist ja kein Zwang oder schadet jemandem. Dann hoffe ich, dass wir beide dieses Jahr wieder zufrieden sein können. ;-)

      Löschen
  9. Ich faste seit ich 16 bin jedes Jahr auf Süßigkeiten. Wir haben das als Klasse mal im Reli-Unterricht ausprobiert und seit dem mache ich es immer wieder :)
    Es ist echt eine Herausforderung, da ich wie du Süßkram einfach liebe, aber es ist eine schöne Übung für die eigene Diziplin. Außerdem fühlt man sich etwas besser, ich nehm ca 1-2 kilo ab und danach schmeckt Süßes so viel intensiver, man genießt es mehr und braucht nicht mehr so viel. :D
    Gutes Gelingen wünsch ich

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es ist eine ziemliche Win-Win Situation! :-D Man ist stolz auf sich und genießt wieder etwas mehr. Und man lernt sich durch dieses kleine Projekt selbst und sein Verhältnis zur Ernährung ein wenig besser kennen. :-) Wünsche dir auch viel Erfolg!

      Löschen