Sonntag, 7. September 2014

The Night of the Rabbit

The Night of the Rabbit, Quelle: Daedalic Entertainment

Genre: Point & Click Adventure
Herausgeber: Daedalic Entertainment
Erscheinungsjahr: 2013
USK: 0 Jahre

Der zwölfjährige Junge Jeramias „Jerry“ Haselnuss ist nicht nur Inhaber eines ungewöhnlichen Namens, sondern trägt auch einen scheinbar unerreichbaren Traum in sich: Er möchte ein mächtiger Zauberer werden. Doch plötzlich scheint dieser Traum in greifbare Nähe zu rücken. Zwei Tage vor dem Ende seiner Sommerferien erhält Jerry einen mysteriösen Brief mit einer magischen Anleitung. Neugierig befolgt der Junge die Anweisungen und es erscheint ein weißer Hase, der sich ihm als der Marquis de Hoto vorstellt. Er ist ein Magier und bietet Jerry an, ihn als Zauberlehrling aufzunehmen und ihn in die Geheimnisse der Waldläufer einzuweisen. Diese mysteriösen Waldläufer besitzen die magische Gabe mithilfe von Portalbäumen in unterschiedliche Parallelwelten zu springen. Begeistert nimmt der Junge an und so beginnt seine abenteuerliche Reise nach Mauswald, auf der er etwas finden wird, von dem er nicht einmal wusste, dass er es verloren hatte.

Eine märchenhafte und ruhige Geschichte, liebevoll gezeichnete Grafiken sowie ein sehr hörenswerter Soundtrack – alles, was wir von Daedalic's Point & Click Adventures gewohnt sind und erwarten, besitzt auch The Night of the Rabbit. Zusätzlich haben sich die Entwickler einige sehr interessante Features einfallen lassen. So erhält Jerry ein Quartett-Spiel, mit dem er die Bewohner von Mauswald herausfordern kann. Auch kleinere Wimmelspielelemente wurden in das Spiel integriert und lassen vor allem die Herzen von Sammlern höher schlagen. Die vielen niedlichen Charaktere, die die magische Welt bevölkern, wachsen einem mit der Zeit nicht nur ans Herz, sondern haben teilweise auch eine lehrreiche Botschaft zu vermitteln.

The Night of the Rabbit, Quelle: Daedalic Entertainment
Aber so schön die Geschichte um den kleinen Jerry anfänglich erscheint, weist das Spiel mit der Zeit doch kleinere Schwächen auf, die einem das Leben in Mauswald unnötigerweise erschweren. So erscheinen einige Rätsel als kompliziert und unlogisch, was vor allem an den recht spärlich gesäten Hinweisen liegt. Zwar soll der Marquis de Hoto dem jungen Jerry als Hilfestellung dienen, jedoch geht dies über eine recht unnütze Wiederholung der aktuellen Hauptaufgabe nicht hinaus, was vor allem Neulinge des Genres recht schnell frustrieren dürfte. Auch die teilweise recht langatmigen Dialoge, die auf dem typischen Multiple-Choice-Prinzip beruhen, und der Versuch durch flüsterndes und langsames Erzählen einige Figuren mysteriöser erscheinen zu lassen, erweisen sich mit der Zeit als nervend und überflüssig, da auch in ihnen häufig wenig Hinweise zur aktuellen Aufgabe zu finden sind. Die Synchronsprecher machen ihre Arbeit zwar hervorragend, jedoch kann auch dies nicht über einige langatmige Passagen hinwegtäuschen.

Insgesamt ist The Night of the Rabbit wieder ein wunderbares und liebevoll gestaltetes Point & Click Adventure aus dem Hause Daedalic, das trotz einiger Schwächen sehr spielenswert ist, jedoch eindeutig auf ein etwas jüngeres Publikum ausgerichtet wurde.

Bewertung: xx

Kommentare:

  1. Ich hab das auch noch zuhause liegen... müsste ich mal langsam spielen :D

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    1. Absolut! :-) Vor allem die Charaktere werden dir gefallen, aber Asu war ja auch Lead Character Designer.

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  2. klingt aber definitiv nach etwas, das ich mal ausprobieren könnte. irgendwie ist es nicht so einfach, spiele zu finden, die mir gefallen :/

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    1. Du kannst ja einmal testen, ob das Spiel etwas für dich ist. :-)
      Hier findest du die Demo-Version: http://www.chip.de/downloads/Demo-The-Night-of-the-Rabbit_65468659.html

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