Donnerstag, 11. Juli 2013

[Buch] Wendy Mass: Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst

Regenmonster
Quelle
Orginaltitel: Jeremy Fink and the Meaning of Life
Genre: Kinder- & Jugendbuch
Format: Hardcover
Orginalsprache: Englisch (gelesen in: Deutsch)
Verlag: cbj
Seitenanzahl: 352

Es wird mal wieder Zeit für eine kleine Rezensions-Koop mit der lieben Strawberry!

In "Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst" geht es um den jungen Jermey Fink, der kurz vor seinem dreizehnten Geburtstag ein mysteriöses Kästchen erhält, das ihm sein verstorbener Vater hinterlassen hat. Doch das Kästchen ist fest verschlossen und so machen sich Jeremy und seine Freundin Lizzy auf die Suche in ganz New York, um die passenden Schlüssel zu finden. Dabei drängt die Zeit, denn Jeremys Vater wünscht, dass sein Sohn das Kästchen zu seinem Geburtstag öffnet und den besonderen Inhalt in Empfang nimmt: den Sinn des Lebens!

Schon nach den ersten gelesenen Seiten wird ganz eindeutig klar: wir sprechen hier von einem typischen Kinder-/Jungendbuch. Der Schreibstil ist klar und einfach, die Geschichte leicht und unterhaltsam. Zudem fallen den Protagonisten viele Dinge einfach in den Schoss, ungewöhnliche Zufälle häufen sich, um die Geschichte in die Bahn zu lenken, in der sie verlaufen soll. Manchmal schien die Autorin es sogar ein wenig mit dem Zufall zu übertreiben. Doch wenn man bedenkt, dass sich Jeremy und Lizzy tatsächlich aufmachen, um in einer Stadt wie New York ein paar passende Schlüssel für ein selbstgebautes Kästchen zu finden, dann darf man wohl nicht zu viel Realismus erwarten  Trotzdem kann das Ende überraschen und berühren, auch wenn es ein wenig mit dem erzählerischen Vorschlaghammer gerade gebogen wirkt. Und obwohl mir der kleine, klugscheißende Jeremy nicht immer sympathisch war, so sind die Charaktere doch insgesamt gesehen irgendwie liebenswert. Vor allem durch ihre kleinen Schrullen, wie beispielsweise Jeremys Vorliebe, Süßigkeiten zu sammeln.

Das Buch würde ich nicht in die Kategorie "All-Ager" stellen wollen, da Erwachsene wohl ein wenig unbefriedigt aus der Geschichte herauskommen werden. Trotzdem ist die Story ungewöhnlich, schräg und vermittelt eine schöne Moral, die das Buch lesenswert machen.

Bewertung:
Fazit: Ein schönes Jugend(!)buch über den Sinn des Lebens.

Kommentare:

  1. Also ich muss sagen, als ich die Inhaltsingabe las musste ich unweigerlich an "Extrem laut und unglaublich nah" denken. Da sucht der kleine neunmalkluge Oskar nach dem Schloss zu einem Schlüssel, den er im Nachlass seines verstorbenen Vaters findet. Ach ja... es spielt wo? Natürlich: New York.
    ALso ich hab das Buch geliebt, es ist fantastisch geschrieben. Darum finde ich diese Art der Geschichte hier etwas befremdlich. Es erinnert mich einfach zu stark daran.
    Kennst du das Buch?

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    1. Ich kenne von Foer nur "Tiere essen" und "Alles ist erleuchtet". Was in "Extrem laut und unglaublich nah" passiert, weiß ich gar nicht im Detail. Aber ähnlich scheinen sich die Bücher zu sein. Inwieweit wirklich der eine vom anderen inspiriert wurde, kann ich aber nicht sagen. Ist aber alles möglich. ;-)

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  2. Tut mir Leid >_< habe gestern über das Ende des Semesters und dergleichen ganz vergessen meine Rezension zu posten.. hab sie jetzt gebloggt. Schön zu sehen, dass du fast die selbe Meinung wie ich hast :D Der Vorschaghammer war einfach wirklich zu dreist gegen Ende.
    Hättest du eventuell Lust noch ein Buch zusammen zu lesen? ^^

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    1. Kein Problem. Nun ist ja alles online. Und deine Rezension hab ich schon über lovelybooks gelesen. ;-)
      Und wir können sehr gerne noch ein Buch lesen. Vorschläge? ;-)

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    2. Hmm.. folgende Bücher würde ich noch unglaublich gerne lesen:

      (gerade erst entdeckt, klingt traurig aber interessant): *Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims von Annabel Pitcher

      *Tausend kleine Schritte von Toni Jordan

      Wollte ich immer schon lesen, auch wenn es ein Klassiker ist DEN man schon gelesen haben sollte (vielleicht kennst du ihn ja schon? The Catcher in the Rye/Fänger im Roggen
      als auch
      The Picture of Dorian Gray
      als auch
      Gespräch mit einem Vampir von Anne Rice

      und dann wär da noch Isola von Isabel Abedi ^^

      Etwas für dich dabei? (: Oder hast du ein Buch, dass du noch gerne lesen würdest?

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    3. Mh, also ich muss gestehen, da ist so erst mal nichts dabei, was mich spontan anspricht. :-/
      Ich würd gerne noch "Erebos" lesen oder "Der verlorene Horizont".
      Aber wenn ich das nächste Mal bei meinen Eltern bin, schau ich mal, ob die "Fänger im Roggen" haben. Dann könnte ich mich auch darauf einlassen. ;-)

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    4. Erebos kenn ich leider schon, aber ich weiß grad nicht ob ich das schon veröffentlicht habe.. wie wäre es mit Poznaskis "Die Verratenen" ? (:

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    5. Klingt gut, aber da muss ich erst mal schauen, wie ich einigermaßen günstig drankomme. Das Buch gibts nur als Hardcover für 19€. Und der Kindle-Preis ist mit 17€ ein absoluter Witz! :-/

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    6. Stimmt! >_< Das ist immer noch so verdammt teuer! (Und dann noch für ein Buch ohne Seiten - nur mit digitalen Lettern!)

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    7. Ich find eigentlich am schlimmsten, dass man ebooks ja nicht bei nicht gefallen einfach weiterverschenken oder verkaufen kann. Aus diesem Grund würde ich niemals ein ebook kaufen, dass sich preislich kaum vom gedruckten Buch unterscheidet. :-/

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