Dienstag, 12. März 2013

Reine Stilfrage: Mädchen mit Zöpfen

xx xx

Das Schönste beim Zeichnen eines Comics ist für mich das Charakterdesign. Am liebsten würde ich die ganze Zeit über einfach nur den Charakter in verschiedenen Posen malen. Vor Jahren war die Stilfrage für mich ganz einfach zu beantworten: Manga. Mittlerweile zeichne ich eigentlich lieber einen etwas comichafteren Stil und nun kann ich mich manchmal nicht ganz entscheiden. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Beide Richtungen haben ihre Zielgruppen. Zur Zeit grüble ich über ein etwas längeres Comic nach und weiß noch nicht genau, wie ich es angehen soll.

An die Leute, die gerne zeichnen: Kennt ihr dieses Problem? Habt ihr manchmal auch die Befürchtung, dass ihr in der Mitte des Comics merkt, dass ihr nun lieber ganz anders zeichnen würdet? Wie oft wechselt bei euch eure Stilrichtung? Fragen über Fragen. xD

Kommentare:

  1. Haha, dieses Problem kenne ich und plagt mich vor jeder Kritzelei ^^'
    Ich zeichne unheimlich gerne realistisch, doch manchmal bekomme ich plötzlich Lust große Kulleraugen zu malen. Vorallem wenn ich aus langeweile anfange zu zeichnen weiß ich nicht welchen Stil ich nehmen soll und es kommt ein hässlicher Misch-Masch raus. ;)

    Bei deinen beiden Bildern oben finde ich die Manga Version schöner, wobei die Frisur bei der Comic Version besser aussieht.

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    1. Manchmal kann man mit so einem Misch-Masch ja auch Glück haben und etwas ganz neues entdecken, was einem sogar besser gefällt. :-)
      Und danke für dein Feedback! Ja, bei der linken Figur fangen die Haarsträhnen früher an. Werd ich zukünftig mal mehr drauf achten. :-)

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  2. Wieder einmal sehr schön gezeichnet! <3
    Und WOW! Ich glaube, ich hab dir noch kein Kompliment für deinen genialen Header gemacht. Das hole ich hiermit nach: Er sieht wunderschön aus <333

    Da ich selbst nur noch ganz selten zeichne (und dann auch nur Mädels im Manga-Stil - was anderes kann ich irgendwie nicht ^^), kommt mir das Problem eher weniger bekannt vor ;)

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    1. Vielen Dank! :-D Aber auch im Manga-Stil kann man sich ja ziemlich austoben. Von sehr komplexen Kulleraugen bis hin zu schlichten Strichmännchen ist da ja auch alles dabei. :-)

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  3. So schöne Zeichnungen! Ich finde beide Versionen sehr schön, aber die Manga-Version hat irgendetwas an sich, was mich anspricht. :)

    Ich zeichne zwar keine Manga oder Comics, verstehe aber gut, was du meinst. Gar nicht leicht, sich auf etwas zu festlegen... :)

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    1. Danke dir! :-) Ich finde, sowas hat unglaublich viel mit der Laune zu tun. Bei kurzen Comics ist das kein Problem, aber um so länger es wird (und um so mehr Zeit vergeht), kann sich das schon mal sehr ändern. Und dann sehen die Figuren am Ende nicht mehr so aus wie am Anfang. xD

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  4. Ich kann mich auch nie richtig festlegen, dann grübelt man hin und her, wechselt dauernd, denkt sich "Verdammt!" und dann lasse ich letztlich bleiben. xD Vielleicht keine so gute Variante, aber bei mir sieht's nunmal so aus v.v

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    1. Ja, das passiert mir leider auch viel zu häufig. xD Vor allem, wenn ich mir fest ein Langzeitprojekt vornehme und schon bei den ersten drei Comics drei mal den Stil ändere. So wird das nix. *hust* xD

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  5. Sorry, wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, aber ich finde definitv die linke Variante besser. Ich kann diese Manga-Babyschema Gesichter nicht mehr sehen. Bei dem rechten Bild habe ich das Gefühl, es schon hundertmal irgendwo gesehen zu haben. Sie sieht einfach nur infantil süß aus, hat aber kein Profil. Sie guckt einen mit großen Augen an und muss noch an die Hand genommen werden. In diesem Zusammenhang kommt mir doch glatt wieder das Video „Frauen in Videospielen“ in den Sinn. ;-)

    Am Ende ist aber nicht mein persönlicher Geschmack entscheidend, sondern, was DU für eine Geschichte erzählen willst und wen du damit erreichen möchtest.

    Links: Selbstbewusstes, eventuell freches Mädchen der man etwas zutrauen kann? Charakter mit mehr Tiefgang möglich.
    Rechts: Süßes kleines Mädchen für süße kleine Geschichten.

    Das sind die Optionen die ich in den beiden Figuren sehe.

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    1. Danke für deine Meinung! :-) Kann ich wirklich nachvollziehen. Aber natürlich ist es jeweils nur ein Bild und auch die rechte Person kann sicherlich etwas frecher aussehen, wenn sie nicht gerade so belämmert dasteht. xD Persönlich tendiere ich aber auch eher zur linken Figur. Zum Teil auch, weil sie etwas einfacher zu zeichnen ist. :-)
      Was Frauen in Manga bzw. Comics betrifft, könnte man da sicherlich genauso viel diskutieren, wie über Computerspiele! ;-)

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  6. Also, ich kenne das Problem mit der Stilfrage auch.
    Als ich vor ein paar Jahren anfing Zeichnen ein bisschen ernster zu nehmen und mich wirklich aktiv damit auseinander zu setzen hab ich schnell bemerkt das ich vom Mangastil weg muss. Mir Manga abzugewöhnen war wirklich harte Arbeit xD
    Da hilft eigentlich nur dein Artist Vokabular aufzustocken indem du häufiger neue Stile ausprobierst und manche Elemente dann übernimmst :)
    Also wenn du gerne Characterdesign machst dann tu es einfach xD
    Zeichne Figuren in verschiedenen Posen und verschiedenen Stilen und schau was davon hängen geblieben ist.
    Man ist nie fertig damit seinen Stil zu entwickeln.
    Wenn du jetzt einen Comic zeichnen willst rate ich dir allerdings einen Stil bei zubehalten. Du solltest die Charaktere vorher festlegen und abgleichen und dann auch nicht weiter verändern :)
    Und wenn dich doch die Lust überkommt was neues auszuprobieren, dafür gibt es ja immer noch das Skizzenbuch ;)

    LG Mika

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    1. Ich glaube, du hast mich missverstanden. Mein Problem ist ja nicht, dass ich gerne einen anderen Stil hätte, sondern eher, dass ich gerade zu viel wechsle und ausprobiere. Und dass ich genau das als Schwierigkeit sehe, wenn ich einen längeren Comic anfangen möchte. :-)

      Hast du eigentlich einen Tipp für ein gutes Skizzenbuch? DinA5 oder DinA4?

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    2. oh noez ;_;
      Ja okay, das Problem verstehe ich trotzdem (habe es aber nie xD)
      Vielleicht bleibst du dann lieber erstmal bei deinen Mini Comics :)

      Kommt drauf an welches Papier du gerne magst.
      Ich persönlich mag es wenn es glattes Papier ist, aber die meisten mögen eher gröberes Papier (davon findet man auch mehr Skizzenbücher xD)
      Dann hast du noch die Wahl zwischen gebunden und Ringspirale, letzteres hat natürlich den Vorteil falls mal eine Seite ganz daneben gegangen ist und du den Anblick nicht ertragen kannst, dann kannst du die Seite rausreißen xD
      Ich selbst mag am liebsten A4 Skizzenbücher, ist zwar blöde die mit sich rumzuschleppen aber A5 ist mir irgendwie zu klein =/

      LG Mika

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    3. Ich mag nicht all zu grobes Papier, weil ich es auch gut einscannen können möchte. Außerdem sollte man die Seiten vollständig heraustrennen können, ohne dabei das komplette Buch zu zerstören. xD
      Ich hab mal mit einem Blanko-Collegeblock gute Erfahrungen gemacht, auch wenn das Papier nicht optimal war. Leider scheint es keine Blanko-Collegeblöcke mehr zu geben. :-/

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  7. Ich bin nun selbst kein Zeichner und daher geht es mir selbstverständlich nicht so. Aber ich kann hier ja trotzdem mal meine Meinung dazu loswerden.
    So nett Mangas und Animes auch sein mögen, sich auf diesen Stil zu spezialisieren, ist so, als ob man gar keinen eigenen Stil hätte. Zwar probieren schon viele Mangazeichner (oho, Fachwort gegoogelt: Mangaka) ihre eigene Note mit hineinzubringen, doch letztendlich ist das alles so ein großer Einheitsbrei. Deshalb, obwohl ich das rechte Bild auch hübsch finde, bin ich auch auf jeden Fall für links. Das hat einfach mehr Wiedererkennungswert!

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    1. Klar, kannst du trotzdem deine Meinung dazu loswerden. :-) Ich kann auch nachvollziehen was du meinst. Aber "Manga" ist ja im Grunde nur das Wort für "Comic". Es gibt da so viele verschiedene Richtungen, dass man das nicht verallgemeinern kann. Natürlich sehen viele Manga ähnlich aus, genauso wie sich viele westliche Comics ähneln. Ich persönlich finde, dass man immer seinen persönlichen Stil einbringen kann.
      Das heißt aber nicht, dass ich das mache. xD Vielleicht muss ich da noch weiter üben. :-) Trotzdem hängt mir das Manga-zeichnen sehr am Herzen, weil es mich schon so lange begleitet. Da bin ich gerne bereit, ein wenig Einheitsbrei zu erzeugen. ;-)

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  8. Das Problem mit den Stilen kenne ich ausgesprochen gut. Für mich ein nicht enden wollendes Rumprobieren (Scheitern vorprogramiert). Wie Du schon geschrieben hast, muss man dabei auch immer überlegen, was wie schnell was zu machen ist. Aber die Einschätzung dessen erfordert wiederum, dass man einem Stil auch eine Gewisse Zeit treu bleiben muss.

    In Deinem Fall, falls Du noch Meinungen sammelst: Links ganz klar! Hat in meinen Augen 1000 mal mehr Appeal.

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    1. Ja, natürlich! Danke für deine Meinung! :-)
      Aber es beruhigt mich immer, wenn ich weiß, dass ich mit solchen Dingen nicht alleine bin. Und dass man das schon irgendwie in den Griff bekommen kann. ;-)

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  9. Puh. Ich kenne das Problem und es ist wohl auch der Grund, warum ich mein Comic-Projekt erstmal vertagt habe. Ich kann mich auch gar nicht festlegen, mit welchen Medien ich arbeite. Allgemein müsste ich mehr skizzieren und ausprobieren .. gerade auch um Charaktersicherheit zu gewinnen.

    Ich persönlich finde die linke Version peppiger. Vielleicht auch einfach wegen der Farbe und der Art, wie sie auf die schüchterne rechte blickt. Letztlich würde ich das nehmen, was dir mehr liegt und vielleicht erstmal ein kleineres Projekt starten? =) Würde aber sicher so oder so spannend werden!

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    1. Ich denke mir auch, dass ich einfach nur weiter probieren muss, bis ich mit etwas so zufrieden bin, dass ich es für ein etwas längeres Projekt verwenden kann. Aber ich bin nicht sehr geduldig. xD Es läuft aber wohl auf eine Weiterentwicklung vom linken Bild hinaus. ;-)
      Und du hast ein Comic-Projekt? "Vertagt" ist ja nicht "aufgegeben". Ich bin gespannt!

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  10. Klare Sache: komt ganz auf die Geschichte an die du damit erzählen möchtest.

    Die beiden Bilder hier eignen sich da nicht so ganz zur Gegenüberstellung, weil sie eben einen jeweils ganz anderen Ausdruck haben.

    Das rechte hat grad nun wirklich einen recht ausdrucksschwachen Gesichtsausdruck drauf, allerdings bin ich sehr begeistert von den weichen, schönen Linien und Proportionen, passt, so wie es ist, wunderschön in eine ruhige Geschichte (Romance oder Slice of Life) oder auch als Nebencharakter von einer etwas wilderen Geschichte : )

    Das linke hat mehr Spontaneität, wirkt etwas frecher, gröber - sowohl durch den Gesichtsausdruck als auch die Linienführung. In einem Comic tät ich da eher etwas jugendliches vermuten, oder ein etwas abgedrehtes Slice of Life... vielleicht auch Kinder oder Jugendbuch-Illustration? Dafür stört mich aber dieser doch SEHR dünne Hals, haha :D

    Also wichtig ist dass du erstmal die Geschichte hast, und weißt welchen "Flair" du mit den Figuren rüberbringen möchtest, dann gehts ans Entwerfen bis das Gefühl zwischen Figur und Geschichte harmoniert (muss ja nicht exakt dem Gefühl der Geschichte ensprechen, kann auch gut sein dass ein Stil der nicht exakt mit dem der Story übereinstimmt die perfekte Mischung ergibt ^^)

    Das schwierige ist dann nur, bei dem Stil zu bleiben ^^ (reference-sheets immer in Griffweite behalten, oder eben damit klarkommen, dass sich die Figuren über den Lauf der Zeit eben ändern und am Schluss nicht mehr exakt so aussehen wie am Anfang (auch durch größere Stilsicherheit etc)

    Beide Stile haben so ihre Vor- und Nachteile, find ich ^^

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    1. Vielen Dank für deine Antwort! :-)
      Du hast natürlich recht, dass häufig die Story auch ein wenig den Stil vorgibt. Beziehungsweise andersherum.
      Mittlerweile gefallen mir die beiden Bilder oben auch nicht mehr so gut. Der Hals der linken Figur ist wirklich sehr dünn. Und die Figur rechts sieht ein wenig dümmlich aus. xD Reference-Sheets sollte ich mir bei einem längeren Comic wirklich unbedingt machen. Eine gute Idee. :-)

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    2. : )
      Mir wurde das auch so beigebracht, dass ich Charakterdesigns nicht einfach nur aus dem Gefühl machen darf. Erst soll man die Hintergrundgeschichte, Beweggründe, Charaktereigenschaften einer Person festlegen, und DANN die Optik designen.

      Viele (inklusive mir) fangen ja eher an eine Figur auf dem Papier zu kreieren, und eine Geschichte um sie herum wachsen zu lassen ... ich hab aber das Gefühl, dass sich solche Figuren, die nur mit einem vagen Gefühl entstehen, schlechter reproduzieren lassen. Vielleicht nur ein Gefühl ^^

      Das Bild das du auf der Seite rechts oben hast find ich übrigens großartig : ) der Stil gefällt mir sehr ^^ er wirkt ein wenig wie eine sehr passende Mischung aus den beiden Bildern oben ^^

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    3. Das heißt, du machst sowas häufiger? Klingt interessant. :-)
      Im Grunde hast du recht: Man braucht zuerst die Geschichte. Das halte ich auch nicht immer ein. Vielleicht bin ich deshalb noch nicht so zufrieden, mit meinen Comics.

      Und vielen Dank! Bisher ist es auch der Stil, der mir am besten gefällt. :-)

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