Montag, 5. Juli 2010

Eine Woche vegan. (Ein Tagebuch) Part 2

Dies ist ein kleines Tagebuch, welches ich in meiner veganen Woche geführt habe. Dabei erwähne ich nicht alles, was ich gegessen habe. Mir ging es vor allem darum, wie sich meine spontane Ernährungsumstellung auf meinen Alltag ausgewirkt hat.
Ab Mittnacht: vom Fleischfresser zum Gemüsemümmler. ;-)

Tag 1:
Es geht los! Eine Woche vegane Ernährung. Kann doch gar nicht so schwer sein, oder? Diese Frage beantwortete sich ziemlich schnell von allein, da ich schon morgens beim Frühstück nichts da hatte, was nicht irgendwie Milch enthielt. Vielleicht war die Idee etwas zu spontan. Wegen Ermangelung an Zeit für einen Großeinkauf und dem damit verbundenen Durchlesen der Inhaltsstoffe sämtlicher Lebensmittel, kaufte ich mir einfach im nächsten Supermarkt eine Packung Reiskräcker. Pah, das reicht...für einen ganzen Tag... in der Uni...!
Merkwürdigerweise reichte es wirklich. Das letzte Wochenende hatte ich mir wohl genügend Energie angefuttert. Und nach der Fotoausstellungs-Eröffnung am Abend kam noch eine große Portion Sushi dazu. Mit Gurke und Avocado versteht sich. Mjam.

Tag 2:
Hunger! Mein heutiger Tag begann wie der letzte. Irgendwas hatte ich vergessen. Ach ja. Einkaufen. Mit Freuden entdeckte ich jedoch einen veganen Keks in der Uni-Cafeteria. Und er gehörte mir! Ganz allein mir!
Mir wurde immer mehr bewusst, dass man nicht einfach in dem Glauben irgendwo hinfahren kann, man würde schon etwas zu Essen finden. Denn leider ist die eine Hälfte der essfertigen Lebensmittel entweder offensichtlich mit tierischen Produkten zubereitet oder sie besitzen keine Verpackung, bei der man die Inhaltsstoffe nachlesen kann. Und dann lieber gar nichts, als etwas falsches. Nicht schon am zweiten Tag! Und da ich mir abends noch das Impro-Theater anschauen wollte, musst ich vorher noch fix einen Abstecher nach Hause machen. Mir haben Nudeln und Tomatensoße noch nie so gut geschmeckt!

Tag 3:
Heute Nachmittag bin ich endlich zum längst überfälligen Einkauf gestiefelt. Und es war etwas deprimierend. Von einer ca. 99% Auswahlmöglichkeit, die ich vorher hatte, schrumpfte die Menge der kaufbaren Gegenstände auf ca. 10%. Der Großteil dieser Wahlmöglichkeit bestand natürlich aus der Obst-und Gemüseabteilung. Die komplette Kühlabteilung konnte ich umgehen (alles Milchprodukte und Fleischwaren, nix Soya) und auch die meisten Süßigkeiten (außer z.B. Chips) waren tabu. Schokolade...mein Herz blutet immer noch!
Also habe ich vor allem Gemüse und Obst gekauft. Pommes und Ketchup waren auch kein Problem. Und ich hab ein paar Chilinudeln gefunden, die sehr vielversprechend aussehen. Zudem habe ich zwischen ca. 20 Sorten Milcheis eine Packung Wassereis gefunden. Party!

Tag 4:
Zum ersten Mal in dieser Woche hatte ich das Gefühl, wie jeder andere essen zu können. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass ich mich bei gefühlten 100 Grad hauptsächlich von Eis ernährt habe. Nur beim Einkaufen in der Stadt wurde mir wieder bewusst, dass es nicht so ist. Man fühlt sich wie jemand, der auf Diät gesetzt wurde oder massenweise Allergien hat. Zudem scheinen meine Gedanken bei dem Thema „schnell mal was essen“ noch ins Leere zu laufen. Meine Erfahrungen von vier Tagen reichen noch nicht aus, um spontan auf etwas anderes als „Obst“ zu kommen.
Außerdem hörte ich heute erstmals den Spruch: „Wehe du bleibst jetzt vegan.“ (*M. zuwink*)

Tag 5:
Heiß! Viel zu warm zum Essen.Und erst recht kein warmes Essen.
Somit war ich mit Brot und Marmelade sehr zufrieden. Und ich habe ein paar sehr leckere Orangen-Kekse geschenkt bekommen. Aber die Zeit verging sowieso wie im Fluge. Wir hatten die Woche über in der Uni Studienparlamentswahlen und ich war Wahlhelfer. Bis ca. 23 Uhr wurde fleissig gezählt. So kann man auch Freitag-Abende verbringen. Und es gab nicht mal Pizza! Wobei... die hätte ich vermutlich nicht essen dürfen. Gut, dass es eh zu warm war. *schwitz*

Tag 6:
Endlich habe ich es zu Lush geschafft, um meine kleine PETA-Spende zu leisten! Für meine Fahrt habe ich zum einen das wunderbar kühle Gewitter genutzt und zum anderen das WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien. So leer war es schon lange nicht mehr in der Stadt. Herrlich! Abends gab es übrigens Vollkornnudeln und vegetarische Bolognese. Ich liebe Alnatura!

Tag 7:
Puh, noch gerade so einer Niederlage auf der Zielgeraden entkommen.
Warum? Ich musste heute durch ein Video beim Veganem Nom erfahren, dass ich etwas zu mir genommen hatte, von dem ich nie, nie, NIE gedacht hätte, dass es eventuell nicht vegan gewesen sein könnte.
Fanta.
Fanta Orange enthielt bis Anfang 2009 Fischgelatine. WTF! *Zensur weiterer Kraftausdrücke*
Was um Himmels Willen packen die alles in unsere Lebensmittel?!

Fazit:
Geschafft!
Ich bin ziemlich stolz auf mich und habe vor allem in der Woche einiges über meine Ernährung gelernt. Zum Beispiel wurde mir wieder bewusst, dass ich mir viel zu wenig Gedanken darüber mache, was ich esse. Aber auch Hersteller machen es einem durch undeutliche oder fehlende Beschriftungen nicht immer einfach.
Und genau das zeigt mir, dass „Veganer werden“ nicht von heute auf morgen funktionieren kann. Es ist ein Prozess, der auch mit viel lesen und informieren verbunden ist. Man tauscht gewohnte Lebensmittel aus und ersetzt sie durch vegane. Viele sind ein guter Ersatz, aber manchmal muss man auch lernen, auf bestimmte Geschmacksrichtungen zu verzichten. Zudem sollte man Spaß und Zeit an der Zubereitung von Essen haben, denn unsere Umwelt ist nicht auf Menschen mit veganer Ernährung eingestellt.
Positiv überrascht hat mich die Reaktion meiner Mitmenschen. Zwar wurde ich anfangs etwas komisch beäugt, jedoch gab es keine negativen Diskussionen und man hat mir sogar ab und an mit Ratschlägen weitergeholfen. Aber vielleicht lag es auch daran, dass alle wussten, dass meine vegane Phase begrenzt war?
Insgesamt lässt sich sagen, dass ich mich bemühen werde, mein Leben mehr zu veganisieren. Leider bin ich kein begeisterter Hobbykoch und habe nicht immer Zeit oder Lust, zu einem größeren Supermarkt zu fahren, um mir dort Soyaprodukte oder andere alternative Lebensmittel zu kaufen. Dies wird man vermutlich bei meinem Wochenrückblick bemerkt haben.
Dies soll jedoch nicht als Ausrede dienen. Es ist vor allem eine Erkenntnis, dass ich daran unbedingt arbeiten sollte. Egal ob vegan oder nicht.
Es ist immer gut zu wissen und zu kontrollieren, WAS man eigentlich isst.
Ich sag nur: Fischgelatine in Fanta!!

Kommentare:

  1. Hallo Raine ^^ Also zu allerst, ein Riesenlob von meiner Seite dass du wirklich die komplette Woche durchgezogen hast! Meinen Respekt dafür *verneig* Zum andern möchte ich gerne auf deine abschließende Frage zurück kommmen: "Was um Himmels Willen packen die alles in unsere Lebensmittel?!"

    -Konservierungsstoffe
    -Antibiotika
    -Sulfate
    -Farbstoffe

    Das schlimme ist, dass die ganze Sch..ose beim Tierfutter für Milchkühe, Schweine, etc. anfängt. Ich kann dir da das Buch "Futter für's Volk" empfehlen.

    Liebe Grüße und einen sonnigen Montag :)

    W.

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  2. Huhu Raine,

    das klingt wirklich interessant. Habe mal darüber nachgedacht, ob ich das versuche, da muss ich nur erst meinen Allerliebsten zu bewegen ;-) Bei Peta bin ich ohnehin schon Mitglied, in dem Sinne- danke für deine Spende ;-)

    Die Alnatura vegetarische Bolognese liebe ich übrigens auch als nicht Veganer oder Vegetarier. Ich finde, die muss sich wirklich hinter gar nichts verstecken!

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  3. Also wirklich, Respekt! :D Ich glaube ich hätte eine Woche so nicht durchgehalten.
    Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es gar nicht so leicht ist sich vegan zu ernähren, zumindest nicht ohne gründliche Recherche/Planung. Wenn ich z.B. daran denke, dass es bei uns in der Cafeteria schwierig ist überhaupt einen Salat zu finden in dem kein Fleisch ist, von vegan ganz zu schweigen.
    Die Sache mit der Fischgelatine finde ich übrigens dezent gruselig...

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  4. Respekt schonmal, dass du es durchgezogen hast. Und das kleine Tagebuch ist auch super geworden. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren..

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  5. "Und es war etwas deprimierend. Von einer ca. 99% Auswahlmöglichkeit, die ich vorher hatte, schrumpfte die Menge der kaufbaren Gegenstände auf ca. 10%."

    Nunja, man darf den Umfang der Auswahl nicht in der Phase bewerten, in der man nicht noch nicht oder kaum über die Auswahl an veganen Produkten informiert hat. Wenn man sich erst einmal etwas länger damit beschäftigt hat, ist man überrascht, wie wenig "eingeschrenkt" die Auswahl ist, nachdem man von dem Tunnelblick, nur auf die Produkte seiner bisherigen Gewohnheit zu achten, weggekommen ist.

    "Und genau das zeigt mir, dass „Veganer werden“ nicht von heute auf morgen funktionieren kann. Es ist ein Prozess, der auch mit viel lesen und informieren verbunden ist."

    Jein. Man kann natürlich von heute auf morgen (genauer: von einer auf die andere Sekunde) vegan werden und sollte es auch (die Gründe dürftest du kennen). Dass man hinterher durchaus noch versteckte Tierprodukte entdeckt, ist keine Einschränkung, denn absolute Sicherheit kann man nie erlangen. Wenn man alle Produkte meidet, bei denen man genau weiß, dass sie Tierprodukte enthalten, kann man sich durchaus Veganer nennen.

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  6. Erst einmal vielen Dank, dass ihr euch das Ganze durchgelesen habt. :-)

    @Waldtierchen: Danke für den Tip! Ich werd mal nach dem Buch schauen. :-)

    @Sea: Ich mag auch die Vollkornnudeln sehr gerne! Im Gegensatz zu "normalen" Nudeln hat man bei denen wenigstens das Gefühl, dass sie nach etwas schmecken. Und bitte, kein Problem. xD

    @Miss Temple: Gruselig triffts ganz gut. Eklig auch. ;-) Ich bin echt aus allen Wolken gefallen.
    Und unsere Mensa hat ein vegetarisches Gericht, was schon mal sehr gut ist. Es ist nur nicht essbar. :-/

    @Ben: Tu dir keinen Zwang an. :-)

    @martin: 1. Natürlich ist das die Sicht eines "Anfängers". Und vor allem natürlich meine ganz persönliche Sichtweise. Aber darum geht es ja in meinem Tagebuch auch. :-)
    2. Die Veganer, von denen ich gehört habe, waren zumindest anfangs erst einmal Vegetarier, bevor sie vollständig auf Tierprodukte verzichteten. Sogesehen kann man schon von einem Prozess sprechen oder zumindest einer Art "Eingewöhnungszeit". Ich bin mir sicher, dass vielleicht der ein oder andere eine radikale Ernährungsumstellung hinbekommen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es vor allem für Leute, die eigentlich gerne z.B. Fleisch essen und es nun aus idealistischen Gründen nicht mehr tun wollen, einfacher und nachhaltiger ist, wenn sie sich einfach ein wenig Zeit nehmen. :-)

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  7. Das erinnert mich grad stark ein mein Experiment mit dem Buch die PH Formel von Robert O.Young. Ich war ein paar tage wirklich tapfer am Avocado kauen, aber ganz ehrlich? Keine Milchprodukte: Schattef man nur wenn man ein Biosupermarkt wie Alnatura oder basic ums Eck hat...zudem kann ich nicht wirklich auf Käse verzichten....
    Keine Süßigkeiten, Lebensmittel mit Konservierungsstoffen: Ähmm..ja letzteres kaum machbar heutzutage.
    Kein Obst: da kann man sich ja gleich erhängen

    Hängen geblieben ist bei mir nur das sich in meinem Kühlschrank außer ner Salamipizza ab und an kein Fleisch und keine Wurst befinden. Auch sonst esse ich so gut wie kein Fleisch mehr. Da fehlt mir auch nix. dasfür esse ich umso mehr Käse, Süßkram und auch hin und wieder mal ein Joghurt mit Milch statt Soya.
    Man muss ja nicht gleich zum Fanatiker werden....^_~ Mal sehen was noch aus uns Teilzeit-Vegetariern wird

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  8. "Die Veganer, von denen ich gehört habe, waren zumindest anfangs erst einmal Vegetarier,"

    Das mag sein, nur wäre ein naturalistischer Fehlerschluss anzunehmen, dass müsse deshalb auch so sein. Heutzutage ist die Umstellung so einfach, dass es definitiv keinen Bedarf an einer langen Einarbeitungszeit oder was auch immer gibt. Vor fünfzehn Jahren war das noch anders, aber heute steht Sojamilch in jedem Supermarkt. Entsprechend werden die Leute, die ohne diesen unnötigen Zwischenschritt vegan werden, immer mehr.

    "Gründen nicht mehr tun wollen, einfacher und nachhaltiger ist, wenn sie sich einfach ein wenig Zeit nehmen. :-) "

    Das Problem ist, dass in dieser Zeit Tiere leiden und sterben und dass das mitnichten sein müsste. Denn von heute auf morgen keine Tierprodukte mehr zu konsumieren, kann jeder. Das gewisse Detailfragen der Umstellung über einen längeren Zeitraum gelöst werden, spricht nicht dagegen.

    --

    "Man muss ja nicht gleich zum Fanatiker werden"

    Fanatisch... wenn es "fanatisch" ist, dass man durch seine Konsumänderung keine Küken vergasen lässt, keine Kälber nach ein paar Wochen zum Schlachthof abtransportieren lässt und keinen Hühnern, wenn sie nach einen Jahr unproduktiv geworden sind, die Kehle durchschneiden lässt, dann bin ich gerne Fanatiker.

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  9. Ich finde Veganer_innen auch kein Stück fanatisch :)
    Wir essen eigentlich nur noch Biofleisch und zumindest ich versuche bei Milchprodukten auf Soja/Reis umzusteigen. Und bio sowieso.

    Übrigens ist dunkle Schoko fast immer vegan ;) Bei solchen Fragen können auch Leute mit Milchallergie weiterhelfen, die müssen sowas ja auch meiden *gg*

    Liebe Grüße,
    Eilan


    P.S.: Cooles Experiment übrigens!

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  10. @Schatti: Na, wie experimentieren so lange weiter, bis wir irgendwann mal ausprobieren wollen, nur noch von Luft und Liebe zu leben und dann werden wir sterben. ;-) Yay ...ok, n Happy End ist anders. xD

    @martin: Was du sagst, ist vollkommen richtig. Sehr idealistisch, nicht für jeden überzeugend, aber richtig. :-)

    @Eilan: Danke. :-) Biofleisch find ich auch toll, wobei das vermutlich Veganer nicht wirklich überzeugen wird. ;-)
    Und dunkle Schokolade mag ich gerne. Die gibt es auch als Brotaufstrich und den find ich so viel besser als den aus Vollmilch. *,*

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  11. IGITT! Fischgelatine in Fanta?? Das ist ja wiederwärtig oO Ich trink zwar keine Fanta, aber dafür Cola *Glas komisch beäug*

    Aber toll, dass Du an der Aktion teilgenommen hast und die die Einnahmen spenden! Hab grad überlegt, auch bei mir zu Lush zu laufen morgen, falls die Aktion denn überhaupt noch stattfindet. Deine Erfahrungen klingen sehr interessant und super, dass Du das durchgezogen hast.

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  12. Zum Thema Fanatismus: Also ich denke schon dass einige Veganer (was sie mit manchen Angehörigen diverser Religionen gemein haben, aber das ist ein anderes Thema) dazu neigen fanatisch zu sein und andere bekehren zu wollen. Ich finde es fragwürdig, wenn man zu sehr von etwas überzeugt ist, keine anderen Meinungen mehr gelten lässt und gleich die Moralkeule schwingt, wenn jemand anderer Ansicht ist.
    Es ist nicht so dass ich Vegetarismus oder Veganismus schlecht finden würde, aber sobald jemand das Recht für sich beansprucht die allgemeine Wahrheit zu kennen und sich dadurch über andere zu stellen, kann ich persönlich das nicht mehr gutheißen.

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  13. @Hikari: Die Aktion läuft leider nicht mehr. Ich glaube, du bekommst "Babe" noch, aber ich weiss nicht, ob das noch gespendet wird. :-(
    Aber ja, es ist wirklich eklig. >__<

    @Miss Temple: Da hast du schon recht. Egal, ob die Motive ehrenwert sind oder verrückt: Fanatiker erreichen mit ihrer Art zu argumentieren meist genau das Gegenteil. Ich glaube, dass Respekt und Toleranz immer noch am überzeugendsten sind. :-)

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  14. "Zum Thema Fanatismus: Also ich denke schon dass einige Veganer (was sie mit manchen Angehörigen diverser Religionen gemein haben, aber das ist ein anderes Thema)"

    Nur dass Veganismus mit Religion nichts gemeinsam hat, sodass solche Diskreditierungsversuche nicht sehr überzeugend sind.

    "dazu neigen fanatisch zu sein und andere bekehren zu wollen."

    Wollen Menschenrechtler andere dazu "bekehren" keine Menschen mehr hinzurichten? Wollen Pädagogen andere dazu "bekehren" keine Gewalt gegen Kinder anzuwenden?

    "Ich finde es fragwürdig, wenn man zu sehr von etwas überzeugt ist, keine anderen Meinungen mehr gelten lässt"

    Naja, das liegt vielleicht daran, dass es hier nicht um "Meinungen" geht, sondern um Tatsachen.

    "sobald jemand das Recht für sich beansprucht die allgemeine Wahrheit zu kennen und sich dadurch über andere zu stellen"

    Wenn das richtig wäre, wäre es schon eine eigenartige Strategie: das zu verraten, mit dem man sich über "andere stellt" und somit seine eigene Position zu schwächen. Ergibt irgendwie nicht so viel Sinn.

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  15. Tut mir leid, aber mit jemandem der gleich "Diskreditierung" schreit, obwohl es dazu keinen Grund gibt, zu diskutieren macht keinen Sinn. Aber irgendwie fühle ich mich durch deine Antwort nur bestätigt. Nichts für ungut.

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  16. Hmm, das war wirklich sehr interessant.

    Ich hatte mir schon gedacht das es nicht ganz so leicht ist vegan zu leben.
    Ich denke auch nciht das es was für mich wäre.
    Ich habe mal ein halbes Jahr ohne Fleisch gelebt. Anfangs war es kein Problem ohne Fleisch auszukommen, nur nach 6 Monaten hatte ich so eine riesige Lust auf Hänchen, da konnte ich nicht anders.

    Ich muss sagen das mit der Fanta hat mich jetzt auch ein wenig geschockt! Meine Güte.

    Du hast volkommen Recht, wir nehmen alles als selbstverständlich hin.
    Auch ich mache mir zu wenig Gedanken über mein Eßverhalten.

    Das sollt eman wirklich ändern!

    Liebe Grüße
    Shirabelle

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  17. Huhu ^^
    Ich bin gerade zufällig über deinen Blog gestolpert und muss auch mal meinen Senf dazugeben. Dein veganer Bericht klingt sehr interessant...ich wollte sowas auch schon immer mal probieren, aber leider spielen meine Eltern da nicht so ganz mit (die haben sich schon bei etwas Brattofu im Salat quer gestellt...)
    Hehe, aber bald ziehe ich aus und dann habe ich endlich Essensfreiheit ;) Fragt sich nur, ob ich das auch auf Dauer durchhalten würde. Ohne meine geliebte Schoki und Buttermilch könnte es etwas schwer werden. Also wenn, dann würde ich wahrscheinlich eher Vegetarier werden ;)

    Von der Lush-Aktion habe ich leider nix mitbekommen...der nächste Laden ist bei mir 60 km entfernt und online bestellen hat bei denen immer so hohe Versandkosten. Aber ich finde es echt spitze, dass sie sich so für Tiere einsetzen (und die Sachen sind auch einfach toll *_*)

    Nja, jedenfalls werde ich jetzt keine Fanta mehr trinken...ich mag zwar Sushi aber Fischgelatine muss nicht sein <_<

    LG
    Kibeth

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  18. @Kibeth: Das mit der Fanta ist ja seit Anfang 2009 nicht mehr aktuell, da sie die Gelatine ausgetauscht haben. ;-)
    Aber wenn du umgezogen bist und es auch ausprobieren willst, sag mir doch einfach bescheid. Dann können wir uns austauschen. ;-)

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  19. ich denke, ich werde so eine woche auch mal ausprobieren :)

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  20. @JULY: Kann auf alle Fälle nicht schaden. Und man lernt seine eigenen Essgewohnheiten ein wenig besser kennen. ;-)

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  21. Du schreibst das Chips Vegan sind? Viele Chips sind nicht einmal Vegetarisch, weil sie tierische Bestandteile vom Kalb, Schwein, Wild oder Geflügel beinhalten.
    Selbst bei Haribo & Co. muss man aufpassen. Entweder ist Gelatine enthalten oder echter Carmin-Farbstoff aus Läusen. Also auch nicht Vegetarisch und Vegan schon gar nicht.

    Hier ist ein netter Beitrag:
    http://www.stern.de/ernaehrung/aktuelles/tierbestandteile-in-vegetarischen-lebensmitteln-schweineborsten-im-brot-1868742.html

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    1. Nein, ich schreibe, dass ich bei meinem Einkauf nur Chips als vegane Süßigkeit gefunden habe. Ich sage nicht, dass es nicht auch unvegane Chips gibt. Zudem hat sich das Sortiment meines Supermarkts und die Auswahl an veganen Lebensmitteln seit 2010 auch geändert.

      Dies ist nur ein Tagebuch über ein Selbstexperiment und weder ein Leitfaden zum Veganer-werden noch sollen dort allgemeine Aussagen über Nahrungsmittel getroffen werden.

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